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2./3. Etappe: St-Ursanne - Saignelégier

Am Samstag, den 12. April 2008, um 06.10 Uhr, fuhr die Wandergruppe mit zwei Autos von Ennetmoos nach Saignelégier, dem Etappenziel des ersten Tages. Die Wandergruppe bestand aus Richard, Peter und José, Hans und Trudy und mir selber. In Saignelégier konnten wir unsere Autos in unmittelbarer Nähe des Hotels, in dem Richard für uns die Übernachtung reserviert hatte, parkieren. Wir stiegen um in Bus und Zug, welche uns nach St-Ursanne brachten. Um 09.45 Uhr konnten wir in St-Ursanne losmarschieren. Das Wetter zeigte sich nicht von der allerbesten Seite. Aber immerhin, es regnete nicht. Und ab und zu schien sogar die Sonne. Es wehte jedoch ein unangenehm kühler Wind.


Das Profil der Etappe 2/3:


Profil 2/3


Unsere Route führte uns dem Flusslauf des Doubs entlang. Ziemlich schnell stellten wir fest, dass der Fluss über die Ufer getreten war. Vermutlich deshalb, weil es am Tag zuvor extrem ausgiebig geregnet hatte. Die Überschwemmung war zwar nicht weiter schlimm. Es schien uns, als ob eine solche Überschwemmung etwas Alltägliches sei. Sie hatte keinen Schaden angerichtet. Der Wanderweg, der oft ziemlich nah am Ufer verläuft, war ab und zu überflutet. Das hiess für uns jedes Mal Umwege suchen, in höhere Regionen auszuweichen und damit zusätzliche Anstrengungen in kauf nehmen. Wer uns kennt weiss aber, dass so etwas unsere Stimmung nicht trüben kann.


Etappenplan und Bilder


So kamen wir dann gegen Mittag in Soubey an, dem offiziellen Ziel der zweiten Etappe. Wir kehrten kurz ein und stärkten uns mit einem Schluck Bier. Da aber noch ein weiter Weg vor uns lag, fiel die Pause nicht allzu lang aus. Dort wo der Doubs eine Beugung macht, wird der Weg abgekürzt (siehe Routenplan). Wir überwanden einen kurzen, aber ruppigen Aufstieg, gefolgt von einem ebenso steilen Abstieg zurück auf Niveauhöhe des Flusses. Dort machten wir unsere Verpflegungsrast, die etwas ausgedehnter ausfiel.

Bei der Mühle von Jeannottat verliessen wir den Flusslauf und meisterten einen happigen Aufstieg über 500 Höhenmeter. Wir durchstreiften auf rund 1000 m.ü.M. sehr typische Jurafelder. Wir waren überwältigt von der Schönheit dieser Landschaft, die wir trotz mehr als 20 km Fussmarsch uneingeschränkt geniessen konnten. Wir liessen das Dorf Les Pommerats hinter uns und durchquerten Les Platures. Unvermittelt, nachdem ein unscheinbarer Grat überquert war, tat sich uns die Aussicht auf unser Etappenziel, Saignelégier, auf. Ein kurzer Abstieg noch, das Dorf durchqueren und die ersehnte Dusche wurde für die Wanderer zur Wirklichkeit.

Die Gruppe traf sich dann wieder zum Nachtessen und zum gemütlichen Beisammensein. Kurz nach 23 Uhr, nachdem wir uns noch einen Schlummertrunk gegönnt hatten, fielen wir müde, zufrieden und ein bisschen stolz über die vollbrachte Leistung in die Betten, wo allenthalben mehr oder minder laute Geräusche des Luftaustausches in den Lungen die absolute Nachtruhe zu stören versuchten.

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