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5./6. Etappe: St-Imier - Neuchatel

Am gestrigen Sonntag, dem 8. Juni, machten wir uns auf, um die letzte Juraetappe zu bewältigen. Die Gruppe bestand aus Richard, Jose und Peter, Trudy und Hans und aus mir selber. Erst bei der Raststätte Grauholz waren wir komplett. Denn Trudy und Hans hatten die Nacht wegen einer Familienfeier in Wiedlisbach verbracht. Im Grauholz liessen wir das Auto von Richard stehen. Mit dem grossen Auto von Hans fuhren wir nach Neuenburg, wo wir das Fahrzeug parkierten, uns unverzüglich zum Bahnhof begaben und Billette nach St-Imier lösten. Die Fahrt führte uns über La Chaux-de-Fonds, wo wir umsteigen mussten.


Etappenplan und Bilder


Profil 5_6



Genau um 09.20 Uhr wanderten wir in St.Imier los. Das Wetter war trübe, es regnete aber immerhin nicht. Eigentlich ideales Wanderwetter. Wir marschierten der Hauptstrasse entlang bis nach Sonvilier, wo wir links auf den Wanderweg abbogen. Auf der Höhe des Dörfchens Renan hatten wir einen satten Anstieg (ca. 300 Höhenmeter) auf die erste Jurahöhe zu bewältigen. Spätestens jetzt hatten wir alle die Betriebstemperatur erreicht. Auf abgelegenen Pfaden durchstreiften wir die wunderschöne Landschaft, rochen den Duft der Wiesen und Wälder und freuten uns darüber, dass das Wetter entschieden besser war als vorausgesagt.

Beim Weiler Les vieux Prés machten wir Mittagsrast. Vor dem Wind geschützt verpflegten wir uns in einem kleinen Warteunterstand. Jose und Peter hatten sogar eine Flasche Weisswein zum Apéro mitgebracht. Mit Speis und Trank gestärkt machten wir uns wieder auf den Weg, galt es doch immerhin noch ca. 15 km zu tippeln.

Es folgte der Abstieg durch den Wald nach Chézard. Der Wanderweg glich zeitweise einem Bachbett. Er war glitschig und daher nicht ganz ungefährlich. Wer uns kennt weiss jedoch, dass wir solche Widrigkeiten meistern ohne mit der Wimper zu zucken. Wir durchquerten anschliessend die Ebene des Tales Val de Ruz. Ein fruchtbares Tal, wie wir unschwer an den bebauten Feldern erkennen konnten. Von Raps über Mais bis zum Roggen, alles war hier am Wachsen und Gedeihen. In Engollon dann, auf der anderen Talseite brachten wir es nicht übers Herz, am Restaurant de Bonneville schnöde vorbei zu gehen. Wir kehrten also ein und stärkten uns mit einem Becher edlen Gerstensafts. Mit frischer Energie machten wir uns wieder auf den Weg, den Chaumont von Westen her auf der südlichen Flanke zu umgehen. Irgendwann besannen wir uns darauf, dass die einmalige Gelegenheit, auf den Chaumont zu gehen, nicht einfach so verpasst werden sollte. Wir verliessen bei Fenin die offizielle SWISS TRAIL Route und stellten uns der Herausforderung, noch einmal einen Aufstieg von rund 200 Höhenmetern unter die Füsse zu nehmen (Die Routenänderung ist im Plan blau eingezeichnet). Am Ende unserer Wanderung erwartete uns auf dem Aussichtsturm bei der Bergstation der Standseilbahn ein fantastischer Blick auf den Neuenburgersee und bis ins Berner Seeland. Bedauerlicherweise war die Sicht auf die schneebedeckten Berner und Walliser Alpen von Wolken verdeckt.

Nach der Talfahrt mit der Bahn und der Fahr mit dem Bus zum Bahnhof Neuenburg feierten wir den Abschluss einer wunderschönen Wanderung und das Ende der letzten Juraetappe mit einem kühlen Bier in einer Brasserie mit eigenem Gebräu.

Danke Richard für die Organisation, danke allen Kollegen, es war einmal mehr grandios!


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