Diese Doppeletappe wanderten wir am 21. Juni 2008.
Das Wandern fiel uns heute leicht, denn das Wetter war fantastisch! Am Morgen fuhren wir zuerst nach Sugiez zum Campingplatz, wo Fredy, ein Freund von Hans auf uns wartete und uns zum Ausgangsort der heutigen Etappe chauffierte.
Wir wollten den heutigen Streckenabschnitt am richtigen Ort beginnen. Also starteten wir bei der Schifflände in Cudrefin. Cudrefin gehört übrigens zum Kanton Waadt. Ein Uferweg führte uns entlang des Neuenburgersees zuerst in Richtung Nordosten, bis wir schliesslich nach einer schier endlosen geraden Strecke (da haben uns die Mücken ein erstes Mal schier gefressen) bei La Sauge zum Broyekanal stiessen, dem wir dann auch eine kurze Zeit folgten.
Das Profil der Etappe:
Nun machten wir uns auf, den Mont Vully zu erklimmen. Es waren zwar nur gerade ein bisschen mehr als 200 Höhenmeter zu bewältigen. Die heisse Junisonne brachte und aber zusätzlich arg ins Schwitzen. Oben wurden wir mit einer grossartigen Weitsicht in den Jura und bis in die Berner Alpen belohnt. Wir erinnerten uns daran, dass wir diese Aussicht vor Jahren schon einmal genossen haben, während einer Herbsttour des MTV Ennetmoos.
Nach einer kurzen Rast machten wir uns wieder auf den Weg. Der Abstieg nach Sugiez führte uns durch das Weinbaugebiet von Vully. In Sugiez überquerten wir den Broyekanal und folgten diesem anschliessend eine kurze Wegstrecke, bevor wir ein weiteres Sumpfgebiet, nämlich das von "Le Chablais" am Murtensee passierten. Eine weitere Gelegenheit für die Mücken, uns zu drangsalieren. In der Nähe von Muntelier machten wir unsere Mittagsrast. Der Weg führte uns dann weiter an den Gestaden des Murtensees bis nach Murten. Eilig durchquerten wir diese wunderschöne Stadt im Bewusstsein, dass wir am Abend hierher zurückkehren und dann die Gelegenheit nutzen würden, die historischen Stätten zu bewundern.
über Stock und Stein, durch Wald und Wiesen wanderten wir weiter nach Salvenach und Liebistorf. In Liebistorf musste José energisch auf die Bremse treten, um einkehren zu können. Wie Verdurstende tranken wir gierig unser Bier. Gestärkt mit dem "Wandererdiesel" nahmen wir den letzten Streckenabschnitt nach Laupen unter die Wanderschuhe. Wir überquerten die Saane (es gab einer, der behauptete stur, es sei die Seine!!) und folgten dem Flusslauf bis nach Laupen. Dort stand bereits unser Fahrer Fredy bereit, um unsere müden Beine per Auto zu transportieren. Und es war auch Fredy, der mit einer überraschung aufwartete: Er führte uns nach Sugiez zurück, wo wir bei einem weiteren Fredy, nämlich Fredy Haldemann in seiner eigenen kleinen Brauerei (www.brewery.ch) Halt machten. Dort kosteten wir alle vier Biersorten und waren beeindruckt vom Ehrgeiz und Elan des Braumeisters. Und selbstverständlich auch von der hervorragenden Qualität seiner Erzeugnisse. Weiter beeindruckte uns auch die Menge Bier, die Fredy Haldemann in seinem Luftschutzkeller jährlich braut: mehr als 200 Hektoliter! Nur ganz leicht angesäuselt wurden wir anschliessend nach Murten transportiert, wo wir im Hotel Enge unser vorreservierten Zimmer beziehen konnten.
Den Abend verbrachten wir in Murten, wo wir nach dem Nachtessen in der public viewing Zone das EM-Fussballspiel Holland - Russland anschauten. Klar, dass wir unserer José zuliebe für Holland waren, auch wenn unsere Sympathie letztlich nicht zum Erfolg der Holländer führte.