Nach der langen Sommerpause nahmen wir die Fortsetzung unseres Trails am Samstag, den 6. September in Angriff. Die ganze Gruppe freute sich riesig darauf.
Am frühen Morgen fuhr uns Hans in seinem grossen Auto sicher nach Boll, wo wir parkierten und anschliessend mit der S-Bahn via Bern zu unserem Ausgangsort Niederwangen fuhren. Unverzüglich machten wir uns auf den Weg, liessen Niederwangen hinter uns und durchstreiften den Könizbergwald, ein fantastisches Naherholungsgebiet am Rande von Bern, bevor wir in die Bundeshauptstadt eintauchten. Von Ost nach West durchquerten wir Bern, ohne dass wir uns lange an Sehenswürdigkeiten aufhielten. Wir wussten ja, dass wir am Abend nach Bern zurückkehren würden und dann genügend Zeit zum Erkunden bliebe. Kurz nachdem wir den Bärengraben, der wegen Umbau nicht von Bären bevölkert war, hinter uns gelassen hatten, fanden wir uns bereits wieder in ländlicher Umgebung wieder. Vorbei marschierten wir dann am Paul Klee Zentrum und am Schlosshaldefriedhof . Anschliessend streiften wir den Südrand von Ostermundigen und stiegen auf den Ostermundigenberg (662 m.ü.M.). An einem gemütlichen Platz an einem Waldrand machten wir so gegen 14 Uhr unsere ersehnte Mittagsrast.Langsam, aber sicher fing es zu regnen an. Zuerst ganz wenig, dann immer stärker. Peter versprach uns eine Einkehr im Landgasthof hinter dem Dentenberg. Er war sich aber nicht sicher, ob es diese Wirtschaft noch geben würde. Er schwelgte nämlich in Erinnerungen von vor 35 Jahren. Das Glück war ihm und damit uns allen hold. Nicht nur der Gasthof war noch vorhanden. Es gab sogar Bier für alle. Auch Jugenderinnerungen wurden geweckt. Böse Zungen behaupteten im Anschluss an den Wirtschaftsbesuch, Peter hätte dort eine Jugendliebe wieder entdeckt. Wie sich bald herausstellte, war dies aber nur ein unbegründetes Gerücht.
Nun war es nur noch ein Katzensprung bis nach Boll, wo wir unser Etappenziel erreichten und das Auto unversehrt vorfanden. Peter besuchte dann noch mit José seine Eltern, während die anderen vier sich in einer Dorfbeiz am Stammtisch vergnügten.
Mit dem Auto fuhren wir dann nach Bern, wo Hans in unmittelbarer Nähe des Hotels einen Gratisparkplatz fand, wo er das Auto bis am Sonntagabend stehen lassen konnte.
Wir bezogen unsere Zimmer und gönnten uns genügend Zeit für die individuelle Körperpflege. Später traf sich die ganze Gruppe in der Hotellobby. Nun regnete es in Strömen. Wir beschränkten deshalb unsere Erkundungstour auf das Innere des Kornhauskellers. Beim Apéro im Kornhauskeller unterheilten wir uns angeregt. Als uns dann der Hunger zu plagen begann, wechselten wir in die Alte Markthalle, wo wir beim Inder köstliche, perfekt zubereitete indische Gerichte verspeisten.
Nach dem Nachtessen waren alle müde. Deshalb verzichteten wir auf den ursprünglich vorgesehenen Besuch in der Disco Shakira. Kurz nach 23 Uhr legten wir unsere müden Glieder in die Betten des Hotels.