Entgegen der ursprünglichen Absicht, haben wir die Etappe um 3 km verlängert und sind bis nach Ramsei gewandert.
Doch nun der Reihe nach:
Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel National in Bern, machten wir uns auf, um nach Boll zu gelangen, wo wir den Trail fortsetzen wollten. Rechtzeitig mit unserem Aufbruch hörte es auch auf zu regnen. Nachdem wir im Bahnhof die Billette für die S-Bahn gelöst hatten, stellten wir konsterniert fest, dass wir um eine Tarifzone zu wenig glöst hatten. Nachlösen war nicht möglich, ohne die bereits gelösten Fahrkarten zu verlieren. Schlechten Gewissens entschlossen wir uns, die Schwarzfahrt zu wagen. Und es passierte dann auch glücklicherweise nichts. Wir wurden weder gebüsst, noch verhaftet. Schwein gehabt!
Nun machten wir uns auf den Weg. Wir liessen Boll hinter uns, bewältigten einen stetigen Anstieg vorbei an Utzigen und Littewil. Bei der Käserei Schönbrunn erreichten wir die stolze Höhe von 923 m.ü.M. Nun führte unser Weg durch lichte Wälder auf der Krete. An einem Rastplatz machten wir unsere kurze Mittagspause. Das Emmental präsentierte uns von seiner schönsten Seite: Gepflegte Bauernhäuser, Kürbisfelder, Maisfelder und Ziegen zierten unseren Weg. Der Abstieg nach Schafhausen war dann wieder ziemlich steil. Schon längere Zeit hat Hans Pilze förmlich gerochen. Auf diesem Wegabschnitt fand er dann auch wunderschöne Eierschwämme, an denen er natürlich nicht achtlos vorbei gehen konnte.
In Schafhausen kehrten wir im Landgasthof Rössli ein. Auf geteerten Wegen und Strassen ging es anschliessend weiter nach Lützelflüh. Hier erkundeten wir die Stätten, wo Albert Bitzius/Jeremias Gotthelf gewirkt hatte. Wir machten einen Abstecher zur Gedenkstätte oberhalb Lützelflüh. Ein Ort mit einer fantastischen Aussicht. Nach kurzer Rast machten wir uns auf, den letzten Teilabschnitt des heutigen Tages zu bewältigen. Am Ufer der Emme entlang führte uns der Weg durch den Wald nach Ramsei.
Der Zug wartete bereits auf die Abfahrt, als wir in grösster Eile unsere Billette lösten. Mit fast drei Minuten Verspätung beförderte uns der Zug dann nach Bern zurück, wo vor dem Hotel das Auto auf uns wartete. Hans fuhr die Wandergruppe sicher in die Innerschweiz zurück. Danke Hans!