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Tour: Monte Tamaro - Monte Lema

Lange schon reizte mich die im Internet oft beschriebene und hoch gelobte Tour. Eine coupierte Höhenwanderung, die zwar nicht allzu anstrengend, aber mit einer Wanderzeit von rund 5 Stunden doch recht lang ist.


Bild: Profil der Tour

So machte ich mich also am Dienstag, den 29. Juli bei wunderschönem Sommerwetter auf und fuhr zuerst mit dem Auto die 10 Kilometer von Ponte Capriasca nach Rivera. Unmittelbar neben der Talstation der Gondelbahn Rivera-Alpe Foppa hat es immer genügend Parkplätze.




Bilder der Tour

An der Talstation kann ein Rundreisebillett gelöst werden. Darin sind die Fahrt mit der Gondelbahn auf die Alpe Foppa, die Fahrt mit der Seilbahn vom Monte Lema nach Miglieglia und die Rückfahrt mit dem Postauto von Miglieglia nach Rivera enthalten.

Vorsicht: In Miglieglia dürfen nur diejenigen Personen das Postauto benützen, die entweder das Rundreisebillett gelöst oder aber an der Talstation in Rivera einen Platz für die Postautofahrt reserviert haben!

Eine der violetten Gondeln brachte mich über 2 Sektionen schnell und sicher auf die Alpe Foppa. Da steht die mittlerweile berühmte Chiesa Santa Maria degli Angeli, die von Mario Botta, dem Tessiner Stararchitekten 1996 fertig gestellt wurde.


Beschreibung der Kapelle


 

Klar, dass ich mir die Kapelle in aller Ruhe anschaute und das Werk einmal mehr bewunderte.
Im nahe gelegenen Restaurant gönnte ich mir eine wrme OVO, bevor ich den steilen Anstieg zur Capanna Monte Tamaro überwand. Die Capanna ist eine SAC-Hütte. Weil ich es durchaus gemütlich nehmen konnte, entschloss ich mich zeinen Kaffeehalt einzuschalten. Ein Kaffee mit merlot ist wie Benzin für den Körper!

Nun ging es weiter dem eigentlichen Gipfel des Tamaro zu. Der höchste Punkt ist nämlich keineswegs dort, wo man von weitem die Antennenanlage sieht und wo sich die Capanna befindet. Das ist der vorgelagerte Gipfel namens Manera. Der Tamaro ist ein bisschen zurück versetzt und mit 1961 M.ü.M gut 100 m höher. Das ist zwar nur ein kleines Detail. Ich meine aber ein nicht ganz unwichtiges.

Nach einer kurzen Verschnaufpause und einer Stärkung folgte ein Abstieg in die Bassa di Montoia um dann wieder auf 1935 Meter auf den Monte Gradiccioli aufzusteigen. Auf jedem Gipfel wurde ich mit einer fantastischen Aussicht belohnt.

Weiter des Weges kam ich in die Nähe der Alpe Agario, genau gesagt zwischen der Alpe und dem gleichnamigen Passo Agario. Ein Hinweisschild, wonach es in der Nähe Getränke zu kaufen gebe, liess mein Herz höher schlagen und die Aussicht auf ein kühles Bier liess mich frohlocken. Und in der Tat: In einem "Stall" stand ein Tisch, darauf hatte es verschiedene kühle Getränke, daneben eine Schale mit Münzen und Noten. Ein untrügliches Zeichen für Selbstbedienung. So kaufte ich mir eine Dose Bier und schlürfte den Gerstensaft genüsslich. Ich musste dann aber doch wieder ans Weiterwandern denken. Leichtfüssig nahm ich den nächsten Streckenabschnitt unter die Wanderschuhe. An der Verzweigung Zottone vorbei führte der Weg zur Bergstation des Monte Lema. Auf der Terrasse des Bergrestaurants ruhte ich mich aus. Eigentlich wollte ich zu Fuss nach Miglieglia absteigen. Weil ich aber mit einem älteren Ehepaar ins Gespräch kam und mich mit ihnen über Gott und die Welt unterhielt, reichte die Zeit dann plötzlich nicht mehr für den Abstieg. So entschloss ich mich, den letzten Abschnitt mit der Seilbahn und dem Postauto zu fahren. Letzteres brachte mich gegen 18 Uhr sicher zurück zum Parkplatz in Rivera.


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