Overblog Alle Blogs Top-Blogs People
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog
MENU

Werbung

23./24. Etappe Airolo-Anzonico/Anzonico-Biasca

Am Samstag, den 29. Mai wanderten wir die erste Etappe in diesem Jahr. Entegegen unserem ursprünglichen Plan, liessen wir den Gotthardpass aus. Wir vermuteten noch zu viel Schnee auf der Route.

 

Also fuhren wir mit unserem bewährten Chauffeur Hans nach Airolo. Dort pakrten wir das Auto auf einem gebührenfreien Parkplatz oberhalb des Dorfes.

 

Karten Bilder der 23. und 24. Etappe

 

Bevor wir um 09.10 Uhr losmarschierten, stärkten wir uns noch mit einem Kaffee oder Cappuccino.

Zügig liessen wir die Weiler Valle und Madrano hinter uns, bevor wir uns endgültig im Wald- und Wiesengelände bewegten. Auf der Strada alta gewannen wir stetig an Höhe. Auf ca. 1400 m.ü.M querten wir die Druckstollen der Ritom-Kraftwerke. Wie gewaltig müssen die Kräfte sein, die bei dieser Höhendifferenz auf die Pelton-Turbinen wirken ....

P5290297.JPG

 

Ich glaube, es war bei Deggio, wo der Durst dann doch stärker wurde als der Wille, einem kühlen Bier zu widerstehen. Und es war schliesslich längstens 10 Uhr vorbei! Nach 10 Uhr darf man guten Gewissens ein Bier trinken, ohne gleich als Alkoholiker zu gellten .....

Kurze Zeit und einige Wanderkilometer weiter, machten wir ausgiebig Mittagsrast. Unser Rastplatz, vor einem momentan unbewohnten Rustico, gab eine fantastische Aussicht auf die Ebene von Ambri Piotta frei.

Die Wettergötter waren uns gnädig gestimmt. Es herrschte ideales Wanderwetter: Wolken, Sonne und sogar ab und zu ein paar Regentropfen wurden uns beschert. Der Regen war aber nie so stark, dass wir unsere Regenkleider hätten anziehen müssen. 

Weiter ging es über Stock und Stein auf sehr gepflegten Wanderwegen. Ab und zu sahen wir wieder ins Tal, in die Leventina, wo wir uns an bekannten Ortschaften oder Brücken orientieren konnten. Der Lärm der Autos auf der Autobahn A2 wurde vom Tal zu uns hinauf getragen, fast wie durch einen Kamin. Das fiel uns besonders auf!

Bald kamen wir zum schmucken Dörfchen Osco, wo wir uns in der Osteria Salzi eine Verschnaufpause und einen Durstlöscher gönnten. Auf unserem weiteren Weg kamen wir an den Dörfern Calpiogna, Rossura und Calonico vorbei. Gegen 18 Uhr erreichten wir unser Etappenziel Anzonico. Auf der Terrasse der Osteria Anzonico etlasteten wir unsere müden Beine nach mehr als 29 km Wanderung und 1500m Auf- und Abstieg.

Dann bezogen wir im Nebengebäude unsere Zimmer, die mit Dusche und genügend Warmwasser für uns hergerichtet worden sind.

Nach ausgiebiger Körperpflege und in neuen Kleidern trafen wir uns dann zum Nachtessen. Es gab Salat, dann Pasta und Ossobuci. Wir langten tüchtig zu .... auch beim Wein .... und beim Dessert . Später am Abend besuchten wir noch das zweite Restaurant im Dorf, wo wir bei einem (es waren derne zwei) Schlummertrunk mit unserer überragenden Wander-Kondition prahlten. Wanderlatein pur.

 

Sonntag, 30. Mai

Pünktlich um acht Uhr fanden sich alle -fast alle- zum Frühstück im Esssaal ein. Einzig Richard hatte 30 Sekunden Verspätung. Er hat noch Verbesserungspotenzial! Wir langten tüchtig zu. Wir wollten schliesslich gestärkt auf die bevorstehende Etappe gehen.

Plötzlich kam Panik auf: Peter vermisste sein Handy! Noch bevor wir Suchtrupps aufstellten, kam jemand auf die Idee, man könnte ja seine Nummer anrufen. Dies in der Hoffnung, dass das Telefon nicht auf "stumm" geschaltet war. Und tatsächlich: Im Zimmer läutete es aus einem Wanderschuh. Es war für Peter ein Rätsel, wie das Telefonino in den Schuh gelangen konnte....... Der Rest der Gruppe hatte durchaus plausible Vorstellungen, unter welchen Umständen es an diesem wohl unüblichen Ort verstaut worden ist .... Wir wollen das Thema aber nicht an dieser Stelle vertiefen.

Seis drum, um 09.10 Uhr machten wir uns bei leichtem Regen auf die Socken. Ein paar Wanderminuten nach Sobrio machten wir an einem schönen Rastpaltz Mittagspause. Kurz nachdem wir unsere Esswaren ausgepackt hatten, begann es zu schütten. Und es schüttete zünftig. Hastig assen wir unseren Proviant und versuchten ein kleines bisschen unserer Sachen trocken zu halten. Das einzig Gute am Regen war: die Mittagspause fiel nur kurz aus. Zehn Minuten nachdem wir wieder am Tippeln waren, tat sich der Himmel auf und purer Sonnenschein verwöhnte uns. Schnell trocknete alles ab und wir waren wieder happy!

Wir kamen zügig voran. Kurz nach Diganengo begann dann ein satter Abstieg, der unsere  Knochen auf die Probe stellte. In kurzer Zeit vernichteten wir an die 700 Höhenmeter. Dennoch war der letzte Abstieg nach Pollegio grossartig. Der Weg war teilweise in die Felsen gehauen und die Aussicht war grandios. Ein besonderes Erlebnis.

In Pollegio machten wir eine Bierpause. Dann nahmen wir die letzten Kilometer nach Biasca unter die Wanderschuhe. Mit müden Schinken kamen wir am Bahnhof an.

Die SBB brachte uns später sicher zurück nach Airolo, wo wir das Auto von Hans und Trudy in Beschlag nahmen. Eine Stunde später "landeten" wir wieder sicher in Ennetmoos.

 

Fazit. Die Strada alta ist eine Wanderung wert. Immer! Fantastisch, genial, super, hervorragend ..... eifach geil !! Von Richard perfekt vorbereitet!!!

Werbung
Zurück zu Home
Diesen Post teilen
Repost0
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post