Ich kann es vorweg nehmen: Die Energie reichte!
Wir waren darauf bedacht, möglichst viel der Strecke nach Beckenried nahe am See zu wandern. Das war gar nicht so einfach. Viele Ufergrundstücke sind nämlich privat uberbaut. So blieb uns keine grosse Wahl. Ein beachtlicher Teil des Weges marschierten wir der Hauptstrasse entlang. So kamen wir kurz vor dem Einnachten in Beckenried bei der Busstation an. Es blieb uns noch eine halbe Stunde, bis uns ein Postauto nach Stans zurück bringen würde. Schweren Herzens entschlossen wir uns deshalb, im Biergarten am See einzukehren.
Gegen 21 Uhr brachte uns dann das Postauto sicher zum Kantonshauptort zurück.
Profil/Karten/Bilder
Den zweiten Teil der Etappe nahmen wir am Samstag, den 12. September unter die Sohlen unserer Wanderschuhe. Nachdem alle Kolleginnen und Kollegen eingesammelt waren, trafen wir vor acht Uhr am Morgen in Beckenried ein. Die meisten mussten sich noch mit frischem Brot eindecken. Aber dann ging es los. Wir liessen das Dorf hinter uns und wanderten auf der Rütenenstrasse dem See entlang. Am Rastplatz Rütenen gingen wir vorbei und gelangten schliesslich auf dem Wanderweg zur Schlucht mit Wasserfall bei der Risleten. Der Wasserfall ist ein fast ausschliesslich Insidern bekanntes Naturspektakel. Es lohnt sich, einzig aus diesem Grund zu der Risleten zu wandern!
Ein satter Anstieg von ca. 300 Höhenmetern folgte. Und auf der erreichten Höhe durchwanderten wir eine wunderschöne Waldstrecke an deren Ende wir bei der Hinteren Säckenmatt ankamen. An stattlichen Bauernhöfen vorbei marschierend, erreichten wir eine halbe Stunde später das Dorf Seelisberg im Kanton Uri.
Den Etappensig feierten wir mit einem kühlen Bier.
Mit der Standseilbahn gelangten wir zur Schiffstation Treib, von wo uns - nach einer knappen Stunde Mittagsrast - das Dampfschiff auf dem Seeweg sicher nach Beckenried zurück brachte.