Um den Kater nach einer langen Theaternacht abzuschütteln, entschlossen sich die TransSwissTrailers, am Sonntag eine Schneeschuhtour zu unternehmen. Als einziger konnte Richard nicht mitkommen, weil an Grippe und Erkältung litt und deshalb ständig Infusionen von Salbeitee und Salbeibonbons machen musste.Wir wünschen dir, Richard, gute Besserung. Wir freuen uns, wenn du bald wieder mit Vollgas bei uns mittun kannst.
Am Morgen des 24. Januar, kurz nach neun Uhr, sammelten Hans und Trudy zuerst José und Peter und dann auch ncoh mich, Ruedi, mit dem Auto ein und fuhren mit uns nach Dallenwil zur Talstation der Luftseilbahn Dallenwil-Niederrickenbach. Drei Mitgleider der Gruppe hatten noch keine Schneeschuh-Erfahrung und daher auch keine eigenen Schneeschuhe. Bei der Talstation der Luftseilbahn kann man aber Schneeschuhe samt Teleskopstöcken mieten.
In Niederrickenbach gelangten wir zu Fuss bis zur Trafostation oberhalb des Rest. Pilgerhaus. Dort schnallten wir uns die Schneeschuhe an die Füsse, stellten die Teleskopstöcke ein und wanderten dann an der Steinrüti vorbei bis hinauf zur Alp Ahorn.
Bild: Die TST-Gruppe bei der Alp Ahorn
Von da an begann der steile Anstieg auf dem so genanten Viehweg. Vorher aber kontrollierten wir noch einmal alle Bindungen, stellten die Steighilfen ein und tranken einen Schluck aus der Flasche. In gleichmässigem Schritt und in Einerkolonne stampften wir den Berg hoch. Gesprochen wurde kaum. Man hörte nur das Geräusch der Schneeschuhe, wenn sie den dünnen Harsch durchbrachen. Das steile Waldstück unterhalb der unteren Musenalp überwanden wir in einem Zug.
Bild: Die erste Spur zu ziehen ist etwas vom Schönsten
Von da an ging es weiter auf dem offenen Feld der Musenalp bis zur Alphütte. Wir waren die Ersten, die die jungfräulich unberührte Schneedecke durchpflügten.
Auf der Musenalp spendierte Hans einen Gipfelwein. Nachher stärkten sich alle mit den migebrachten Leckereien. So verweilten wir fast eine Stunde bei der Alphütte, bevor wir uns an den Abstieg wagten. Bei der unteren Musenalp entschlossen wir uns, den Weg über die Bärenfallen zu gehen. Aber bereits im ersten mit Seilen gesicherten Steilstück kamen wir auf unseren Entschluss zurück, kehrten um und gingen den gleichen Weg hinunter, den wir hinaufgekommen waren. Im Steilstück war nämlich kaum Halt zu bekommen. Das erschien uns doch ein bisschen zu gefährlich. So erreichten wirdie Alp Ahornauf dem gleichen Weg wie beim Aufstieg. Dort folgten wir wiederum dem Weg zurück nach Niederrickenbach.
Klar, dass unsere Anstrengungen im Pilgerhaus mit einem gewaltigen Schluck Bier belohnt wurden.